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Im Café und im Restaurant

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Transkript

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● Jana● Tobi

Teil 1: Herzlich willkommen

Jana: Hallo und herzlich willkommen beim Hamburg Deutsch Podcast! Schön, dass du wieder dabei bist. Ich bin Jana.
Hello and welcome to the Hamburg Deutsch Podcast! Nice to have you with us again. I'm Jana.

Tobi: Und ich bin Tobi. Moin aus Hamburg! Jana, ich muss sagen, ich habe heute ein bisschen Hunger.
And I'm Tobi. Moin from Hamburg! Jana, I have to say, I'm a bit hungry today.

Jana: Das passt perfekt, Tobi. Denn heute geht es ums Essen und Trinken. Genauer gesagt: ums Bestellen im Café und im Restaurant.
That fits perfectly, Tobi. Because today it's all about eating and drinking. More precisely: about ordering in a café and in a restaurant.

Tobi: Super Thema! Das braucht man wirklich jeden Tag. Ein Kaffee am Morgen, ein Mittagessen mit Kollegen, ein Abendessen mit Freunden.
Great topic! You really need that every day. A coffee in the morning, lunch with colleagues, dinner with friends.

Jana: Genau. Und viele Deutschlernende sind im Restaurant ein bisschen nervös. Was sagt man? Wie bestellt man höflich? Und wie bezahlt man am Ende?
Exactly. And many German learners are a bit nervous in a restaurant. What do you say? How do you order politely? And how do you pay at the end?

Tobi: Das zeigen wir dir heute. Erst mit ganz einfachen Sätzen für Anfänger. Dann wird es immer höflicher und natürlicher.
That's what we'll show you today. First with very simple sentences for beginners. Then it gets more and more polite and natural.

Jana: Danach gibt es wie immer nützliche Ausdrücke, ein bisschen Grammatik und Sätze zum Nachsprechen.
After that, as always, there are useful expressions, a bit of grammar and sentences to repeat.

Tobi: Also: Hör gut zu, sprich laut mit, und keine Sorge, wenn du nicht jedes Wort verstehst.
So: listen carefully, speak along out loud, and don't worry if you don't understand every word.

Jana: Und vielleicht holst du dir vorher noch schnell einen Kaffee. Das passt heute einfach.
And maybe grab yourself a quick coffee first. It just fits today.

Teil 2: Wir steigen ins Thema ein

Tobi: Jana, am Wochenende waren meine Eltern zu Besuch. Sie kommen aus München und waren zum ersten Mal in Hamburg.
Jana, my parents visited at the weekend. They come from Munich and were in Hamburg for the first time.

Jana: Oh, wie schön! Und was habt ihr gemacht?
Oh, how lovely! And what did you do?

Tobi: Ehrlich gesagt: vor allem gegessen. Frühstück im Café, Fischbrötchen an den Landungsbrücken und am Abend ein schickes Restaurant in der Speicherstadt.
To be honest: mainly eaten. Breakfast in a café, fish rolls at the Landungsbrücken and in the evening a fancy restaurant in the Speicherstadt.

Jana: Klingt nach einem perfekten Hamburg-Wochenende! Und wer hat bestellt?
Sounds like a perfect Hamburg weekend! And who did the ordering?

Tobi: Ich natürlich. Meine Eltern sprechen ja Deutsch, aber sie haben gesagt: „Tobi, du wohnst hier, du machst das.“
Me, of course. My parents speak German, of course, but they said: "Tobi, you live here, you do it."

Jana: Und? Hat alles geklappt?
And? Did everything work out?

Tobi: Fast alles. Im Restaurant ist etwas Lustiges passiert. Aber das erzähle ich später.
Almost everything. Something funny happened in the restaurant. But I'll tell you about that later.

Jana: Oh, jetzt bin ich neugierig! Aber gut, fangen wir am Anfang an. Mit dem Wichtigsten überhaupt: dem Kaffee.
Oh, now I'm curious! But fine, let's start at the beginning. With the most important thing of all: coffee.

Tobi: Einverstanden. Ohne Kaffee geht bei mir morgens gar nichts.
Agreed. Nothing works for me in the morning without coffee.

Jana: Für Anfänger ist das Bestellen eigentlich ganz einfach. Man braucht nur zwei Wörter: das, was man möchte, und „bitte“.
For beginners, ordering is actually really simple. You only need two words: what you want, and "bitte".

Tobi: Also zum Beispiel: „Einen Kaffee, bitte.“ Fertig.
So for example: "A coffee, please." Done.

Jana: Genau. Das ist kurz, aber völlig in Ordnung. Niemand findet das unhöflich, solange du freundlich lächelst und „bitte“ sagst.
Exactly. That's short, but completely fine. Nobody finds it rude as long as you smile in a friendly way and say "please".

Tobi: Und was ist mit „Ich will einen Kaffee“? Das sagen viele Deutschlernende am Anfang.
And what about "I want a coffee"? Lots of German learners say that at the beginning.

Jana: Hm, „ich will“ klingt auf Deutsch ziemlich direkt, fast ein bisschen wie ein Kind. Grammatisch ist es richtig, aber im Café sagt man lieber „ich möchte“. Das zeigen wir dir gleich.
Hm, "ich will" sounds quite direct in German, almost a bit like a child. Grammatically it's correct, but in a café people prefer to say "ich möchte". We'll show you in a moment.

Teil 3: Das Hauptgespräch

Tobi: Also, Jana, stell dir vor, wir sind im Café. Samstagmorgen, Ottensen, die Sonne scheint. Du bist die Kellnerin.
So, Jana, imagine we're in a café. Saturday morning, Ottensen, the sun is shining. You're the waitress.

Jana: Gerne! Moin! Was darf es sein?
Gladly! Moin! What can I get you?

Tobi: Einen Kaffee, bitte. Und ein Franzbrötchen.
A coffee, please. And a Franzbrötchen.

Jana: Gerne. Zum Hier-Essen oder zum Mitnehmen?
Sure. To eat in or to take away?

Tobi: Zum Hier-Essen, bitte.
To eat in, please.

Jana: Sehr gut. Das macht vier Euro achtzig.
Very good. That's four euros eighty.

Tobi: Bitte schön. Danke!
Here you go. Thank you!

Jana: Perfekt, Tobi. Das ist ein komplettes Gespräch auf A1-Niveau. Kurz, klar und freundlich.
Perfect, Tobi. That's a complete conversation at A1 level. Short, clear and friendly.

Tobi: Und übrigens: Ein Franzbrötchen musst du in Hamburg unbedingt probieren. Das ist so etwas wie eine Zimtschnecke, nur flach und ein bisschen klebrig.
And by the way: you absolutely have to try a Franzbrötchen in Hamburg. It's something like a cinnamon roll, only flat and a bit sticky.

Jana: Meine Lieblingssorte ist mit Schokolade. Aber jetzt machen wir den nächsten Schritt. Jetzt wird es ein bisschen höflicher.
My favourite kind is with chocolate. But now let's take the next step. Now it gets a bit more polite.

Tobi: Höflicher? Ich war doch schon höflich!
More polite? But I was already polite!

Jana: Ja, aber auf A2-Niveau sagt man oft: „Ich möchte …“ oder „Ich hätte gern …“. Das klingt ein bisschen weicher.
Yes, but at A2 level people often say: "I would like …" or "I'd like to have …". That sounds a bit softer.

Tobi: Okay, noch mal. Moin! Ich hätte gern einen Cappuccino und ein Croissant, bitte.
Okay, once more. Moin! I'd like a cappuccino and a croissant, please.

Jana: Sehr gerne. Möchtest du Kuhmilch oder Hafermilch?
Of course. Would you like cow's milk or oat milk?

Tobi: Hafermilch, bitte. Und könnte ich auch ein Glas Wasser bekommen?
Oat milk, please. And could I get a glass of water too?

Jana: Natürlich, das Wasser ist kostenlos. Ich bringe dir alles an den Tisch.
Of course, the water is free. I'll bring everything to your table.

Tobi: Vielen Dank! Das ist sehr nett.
Thank you very much! That's very kind.

Jana: Merkst du den Unterschied? „Einen Kaffee, bitte“ ist direkt. „Ich hätte gern“ und „Könnte ich …?“ sind höflicher.
Do you notice the difference? "A coffee, please" is direct. "I'd like" and "Could I …?" are more polite.

Tobi: Ja, total. Und „hätte“ und „könnte“, das ist doch Konjunktiv, oder? Das klingt kompliziert.
Yes, totally. And "hätte" and "könnte", that's subjunctive, isn't it? That sounds complicated.

Jana: Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Du musst nur ein paar feste Formen lernen. „Ich hätte gern“, „Könnte ich“, „Könnten Sie“ und „Würden Sie“. Mehr brauchst du im Restaurant fast nicht.
It sounds complicated but it's really simple. You only have to learn a few fixed forms. "I'd like", "Could I", "Could you" and "Would you". You hardly need more in a restaurant.

Tobi: Okay. Aber bevor wir ins Restaurant gehen, noch ein kurzer Stopp. Am Mittag waren wir nämlich an den Landungsbrücken, am Fischbrötchen-Stand.
Okay. But before we go to the restaurant, one more quick stop. At midday we were at the Landungsbrücken, at the fish roll stand.

Jana: Ah, sehr gut, dann bin ich jetzt die Verkäuferin am Imbiss. Moin! Was darf es sein?
Ah, very good, then now I'm the seller at the snack stand. Moin! What'll it be?

Tobi: Moin! Ich hätte gern drei Fischbrötchen. Zwei mit Bismarckhering und eins mit Krabben.
Moin! I'd like three fish rolls. Two with Bismarck herring and one with shrimps.

Jana: Gerne. Mit Zwiebeln?
Sure. With onions?

Tobi: Ja, bitte, mit Zwiebeln. Aber das Krabbenbrötchen bitte ohne.
Yes, please, with onions. But the shrimp roll without, please.

Jana: Kein Problem. Sonst noch etwas?
No problem. Anything else?

Tobi: Ja, noch zwei Cola und ein Wasser, bitte. Dann war es das.
Yes, two colas and a water, please. Then that's all.

Jana: Alles klar. Das macht zusammen achtzehn Euro fünfzig.
All right. That comes to eighteen euros fifty altogether.

Tobi: Hier sind zwanzig. Stimmt so!
Here's twenty. Keep the change!

Jana: Danke schön! Und passt auf die Möwen auf!
Thank you! And watch out for the seagulls!

Tobi: Ha! Das war wirklich ein guter Tipp. Fünf Minuten später hat eine Möwe meinem Vater das halbe Brötchen geklaut.
Ha! That really was a good tip. Five minutes later a seagull stole half of my father's roll.

Jana: Oh nein! Das passiert an den Landungsbrücken leider ständig. Die Möwen in Hamburg sind sehr frech.
Oh no! Unfortunately that happens all the time at the Landungsbrücken. The seagulls in Hamburg are very cheeky.

Tobi: Mein Vater fand das gar nicht lustig. Aber meine Mutter hat so gelacht, dass sie fast ihr Brötchen fallen lassen hat.
My father didn't find it funny at all. But my mother laughed so hard that she almost dropped her roll.

Jana: Merk dir also: Am Imbiss sind die Sätze kurz. „Sonst noch etwas?“ „Nein, danke, das war es.“ Und dann bezahlen und gut auf das Essen aufpassen.
So remember: at a snack stand the sentences are short. "Anything else?" "No, thanks, that's all." And then pay and keep a good eye on your food.

Tobi: Na gut. Dann gehen wir jetzt ins Restaurant. Und jetzt kommt meine Geschichte.
All right. Then let's go to the restaurant now. And now comes my story.

Jana: Endlich! Erzähl!
Finally! Tell me!

Tobi: Also, am Samstagabend wollte ich mit meinen Eltern in ein Fischrestaurant in der Speicherstadt. Ich habe zum Glück vorher angerufen und einen Tisch reserviert.
So, on Saturday evening I wanted to go to a fish restaurant in the Speicherstadt with my parents. Luckily I called beforehand and reserved a table.

Jana: Sehr klug. Am Wochenende ist in Hamburg ohne Reservierung oft alles voll. Wie hast du am Telefon reserviert?
Very smart. At the weekend in Hamburg everything is often full without a reservation. How did you reserve on the phone?

Tobi: Ich habe gesagt: „Guten Tag, ich würde gern einen Tisch für drei Personen reservieren. Für Samstag um sieben Uhr.“
I said: "Good afternoon, I'd like to reserve a table for three people. For Saturday at seven o'clock."

Jana: Sehr schön. Und dann fragt das Restaurant normalerweise: „Auf welchen Namen?“
Very nice. And then the restaurant usually asks: "Under which name?"

Tobi: Genau. Und ich habe gesagt: „Auf den Namen Becker.“ Ganz einfach.
Exactly. And I said: "Under the name Becker." Really simple.

Jana: Und dann seid ihr am Abend ins Restaurant gegangen. Was sagt man da an der Tür?
And then you went to the restaurant in the evening. What do you say at the door?

Tobi: „Guten Abend, wir haben einen Tisch auf den Namen Becker reserviert.“ Und die Kellnerin hat uns an einen Tisch am Fenster gebracht. Mit Blick auf das Wasser!
"Good evening, we have a table reserved under the name Becker." And the waitress took us to a table by the window. With a view of the water!

Jana: Wie romantisch! Deine Mutter hat sich bestimmt gefreut.
How romantic! Your mother was surely delighted.

Tobi: Total. Dann haben wir gesagt: „Könnten wir bitte die Speisekarte haben?“
Totally. Then we said: "Could we have the menu, please?"

Jana: Gut. Und kleiner Tipp: Viele sagen auch einfach „die Karte“. „Könnten wir bitte die Karte haben?“ Das ist ganz normal.
Good. And a little tip: many people also just say "die Karte". "Could we have the menu, please?" That's completely normal.

Tobi: Und dann kam die erste Frage: „Was möchten Sie trinken?“
And then came the first question: "What would you like to drink?"

Jana: In Deutschland bestellt man fast immer zuerst die Getränke. Und dann das Essen.
In Germany you almost always order the drinks first. And then the food.

Tobi: Ja, genau. Mein Vater hat ein Bier bestellt, meine Mutter eine Apfelschorle und ich ein Glas Weißwein.
Yes, exactly. My father ordered a beer, my mother an apple spritzer and I a glass of white wine.

Jana: Typisch deutsch, die Apfelschorle. Und dann das Essen. Habt ihr gleich gewusst, was ihr nehmen wollt?
Typically German, the apple spritzer. And then the food. Did you know straight away what you wanted to have?

Tobi: Nein, gar nicht. Die Karte war riesig. Also habe ich die Kellnerin gefragt: „Was können Sie uns empfehlen?“
No, not at all. The menu was huge. So I asked the waitress: "What can you recommend to us?"

Jana: Sehr gute Frage! Die benutzen viele Leute. Und was hat sie empfohlen?
Very good question! Lots of people use it. And what did she recommend?

Tobi: Die Scholle nach Finkenwerder Art. Das ist ein Plattfisch mit Speck und Bratkartoffeln. Sehr hamburgisch.
The plaice Finkenwerder style. That's a flatfish with bacon and fried potatoes. Very Hamburg.

Jana: Lecker! Und dein Vater?
Delicious! And your father?

Tobi: Mein Vater wollte unbedingt Labskaus probieren. Das ist ein altes Seemannsessen aus Hamburg. Es sieht ein bisschen komisch aus, rot und matschig, aber es schmeckt gut.
My father absolutely wanted to try Labskaus. That's an old sailors' dish from Hamburg. It looks a bit strange, red and mushy, but it tastes good.

Jana: Ha, ja! Labskaus sieht wirklich nicht schön aus. Aber die Hamburger lieben es. Und deine Mutter?
Ha, yes! Labskaus really doesn't look pretty. But Hamburg people love it. And your mother?

Tobi: Meine Mutter isst seit ein paar Jahren vegetarisch. Sie hat gefragt: „Haben Sie auch etwas Vegetarisches?“
My mother has been eating vegetarian for a few years. She asked: "Do you also have something vegetarian?"

Jana: Gute Frage. Das fragt man heute sehr oft. Und für Allergien sagt man zum Beispiel: „Ich vertrage keine Nüsse“ oder „Ist da Laktose drin?“
Good question. People ask that very often nowadays. And for allergies you say for example: "I can't tolerate nuts" or "Is there lactose in it?"

Tobi: Die Kellnerin hat die Gemüse-Lasagne empfohlen. Und meine Mutter hat gesagt: „Dann nehme ich die Lasagne.“
The waitress recommended the vegetable lasagne. And my mother said: "Then I'll have the lasagne."

Jana: Achtung, liebe Hörer: „Ich nehme“ ist im Restaurant super praktisch. „Ich nehme die Suppe.“ „Ich nehme das Schnitzel.“ Das ist nicht unhöflich, das ist ganz normal.
Attention, dear listeners: "Ich nehme" is super practical in a restaurant. "I'll have the soup." "I'll have the schnitzel." That's not rude, that's completely normal.

Tobi: Okay, und jetzt kommt der lustige Teil. Nach zwanzig Minuten kommt das Essen. Ich bekomme meine Scholle, mein Vater bekommt sein Labskaus …
Okay, and now comes the funny part. After twenty minutes the food arrives. I get my plaice, my father gets his Labskaus …

Jana: Und deine Mutter?
And your mother?

Tobi: Meine Mutter bekommt … einen großen Teller mit Fisch! Mit einem Fischkopf, der sie direkt anguckt.
My mother gets … a big plate of fish! With a fish head looking straight at her.

Jana: Oh nein! Die arme Vegetarierin! Was hat sie gemacht?
Oh no! The poor vegetarian! What did she do?

Tobi: Sie ist ganz blass geworden. Und ich musste die Kellnerin rufen. Ich war ein bisschen nervös, denn ich wollte nicht unhöflich sein.
She went quite pale. And I had to call the waitress. I was a bit nervous because I didn't want to be rude.

Jana: Das ist ein wichtiger Moment. Wie sagt man auf Deutsch höflich, dass etwas nicht stimmt?
That's an important moment. How do you say politely in German that something isn't right?

Tobi: Ich habe gesagt: „Entschuldigung, ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Meine Mutter hat die vegetarische Lasagne bestellt.“
I said: "Excuse me, I think there's been a misunderstanding here. My mother ordered the vegetarian lasagne."

Jana: Wow, Tobi! Das ist richtig gutes Deutsch. Fast B2! „Hier liegt ein Missverständnis vor“ klingt sehr elegant.
Wow, Tobi! That's really good German. Almost B2! "Hier liegt ein Missverständnis vor" sounds very elegant.

Tobi: Danke! Ich habe auch noch gesagt: „Würden Sie das bitte umtauschen?“
Thanks! I also said: "Would you exchange that, please?"

Jana: Perfekt. Mit „Würden Sie bitte …?“ kann man fast alles höflich fragen. Und die Kellnerin?
Perfect. With "Würden Sie bitte …?" you can ask almost anything politely. And the waitress?

Tobi: Sie war super nett. Sie hat gesagt: „Oh, das tut mir furchtbar leid! Da ist in der Küche etwas schiefgegangen. Ich bringe Ihnen sofort die Lasagne.“
She was super nice. She said: "Oh, I'm terribly sorry! Something went wrong in the kitchen. I'll bring you the lasagne right away."

Jana: Siehst du? Wenn man höflich fragt, bekommt man meistens auch eine höfliche Antwort.
You see? If you ask politely, you usually get a polite answer too.

Tobi: Und das Beste: Am Ende haben wir für meine Mutter einen Nachtisch aufs Haus bekommen. Rote Grütze mit Vanillesoße.
And the best part: at the end we got a dessert on the house for my mother. Red berry pudding with vanilla sauce.

Jana: Rote Grütze! Noch ein Hamburger Klassiker. Da hat sich das Missverständnis ja gelohnt.
Rote Grütze! Another Hamburg classic. So the misunderstanding was worth it.

Tobi: Absolut. Meine Mutter hat gesagt, das war das beste Dessert ihres Lebens.
Absolutely. My mother said it was the best dessert of her life.

Jana: Und wie war der Rest vom Essen? Habt ihr auch zwischendurch etwas gefragt?
And how was the rest of the meal? Did you ask for anything in between?

Tobi: Ja, die Kellnerin kam zwischendurch und hat gefragt: „Schmeckt es Ihnen?“ Und wir haben gesagt: „Ja, sehr lecker, danke!“
Yes, the waitress came by in between and asked: "Are you enjoying it?" And we said: "Yes, very tasty, thanks!"

Jana: Das hört man in Deutschland sehr oft. Und wenn man noch etwas möchte, sagt man: „Könnten wir noch ein Wasser bekommen?“ oder „Noch ein Bier, bitte.“
You hear that very often in Germany. And if you'd like something else, you say: "Could we get another water?" or "Another beer, please."

Tobi: Mein Vater hat übrigens drei Mal „Noch ein Bier, bitte“ gesagt. Er hat sehr schnell gelernt.
My father said "Another beer, please" three times, by the way. He learned very quickly.

Jana: Ha! Ein echter Hamburger! Und dann kam der letzte Teil: das Bezahlen.
Ha! A real Hamburger! And then came the last part: paying.

Tobi: Genau. Ich habe gesagt: „Entschuldigung, wir würden gern bezahlen.“
Exactly. I said: "Excuse me, we'd like to pay."

Jana: Sehr gut. Oder ganz einfach: „Die Rechnung, bitte.“ Oder sehr typisch in Hamburg: „Zahlen, bitte!“
Very good. Or really simple: "The bill, please." Or very typical in Hamburg: "Pay, please!"

Tobi: Und dann kommt eine Frage, die viele Touristen überrascht: „Zusammen oder getrennt?“
And then comes a question that surprises a lot of tourists: "Together or separately?"

Jana: Ja, das ist in Deutschland ganz normal. Unter Freunden zahlt oft jeder für sich. Das ist nicht unfreundlich, das ist einfach praktisch.
Yes, that's completely normal in Germany. Among friends, everyone often pays for themselves. That's not unfriendly, it's just practical.

Tobi: Ich habe natürlich gesagt: „Zusammen, bitte. Ich lade meine Eltern ein.“
Of course I said: "Together, please. I'm treating my parents."

Jana: Wie lieb von dir! Und wie viel Trinkgeld hast du gegeben?
How sweet of you! And how much tip did you give?

Tobi: Die Rechnung war hundertsechsundzwanzig Euro. Ich habe gesagt: „Machen Sie hundertvierzig.“
The bill was a hundred and twenty-six euros. I said: "Make it a hundred and forty."

Jana: Das ist der typisch deutsche Weg. Man sagt einfach den Betrag mit Trinkgeld. Oder bei kleinen Rechnungen: „Stimmt so.“
That's the typically German way. You simply say the amount including the tip. Or for small bills: "Keep the change."

Tobi: Und wie viel Trinkgeld ist normal in Deutschland? Das fragen viele.
And how much tip is normal in Germany? Lots of people ask that.

Jana: Im Restaurant gibt man meistens fünf bis zehn Prozent. Im Café rundet man oft einfach auf. Also bei vier Euro achtzig gibt man fünf Euro.
In a restaurant you usually give five to ten percent. In a café people often just round up. So for four euros eighty you give five euros.

Tobi: Und kann man überall mit Karte zahlen? Das wollte mein Vater auch wissen.
And can you pay by card everywhere? My father wanted to know that too.

Jana: Inzwischen fast überall. Aber manche kleinen Cafés nehmen nur Bargeld. Frag am besten vorher: „Kann ich mit Karte zahlen?“
Almost everywhere by now. But some small cafés only take cash. Best to ask beforehand: "Can I pay by card?"

Tobi: Gut zu wissen. In Hamburg gibt es noch einige kleine Bäckereien, wo man nur bar zahlen kann.
Good to know. In Hamburg there are still some small bakeries where you can only pay cash.

Jana: Jetzt machen wir noch ein Spiel, Tobi. Ich sage einen sehr direkten Satz, und du machst ihn höflicher. Einverstanden?
Now let's play one more game, Tobi. I say a very direct sentence and you make it more polite. Agreed?

Tobi: Klar, los geht es!
Sure, let's go!

Jana: Erster Satz: „Bringen Sie mir einen Tee!“
First sentence: "Bring me a tea!"

Tobi: Hm. „Könnten Sie mir bitte einen Tee bringen?“
Hm. "Could you bring me a tea, please?"

Jana: Sehr gut! Zweiter Satz: „Ich will die Rechnung.“
Very good! Second sentence: "I want the bill."

Tobi: „Ich hätte gern die Rechnung, bitte.“ Oder: „Wir würden gern bezahlen.“
"I'd like the bill, please." Or: "We'd like to pay."

Jana: Super. Und der dritte Satz, ein bisschen schwieriger: „Das Essen ist kalt!“
Great. And the third sentence, a bit harder: "The food is cold!"

Tobi: Oh, das ist schwierig. Vielleicht: „Entschuldigung, aber mein Essen ist leider ein bisschen kalt. Könnten Sie es noch einmal warm machen?“
Oh, that's tricky. Maybe: "Excuse me, but unfortunately my food is a bit cold. Could you warm it up again?"

Jana: Wunderbar! Das Wort „leider“ ist hier ganz wichtig. Es macht eine Beschwerde viel freundlicher.
Wonderful! The word "leider" is really important here. It makes a complaint much friendlier.

Tobi: Ich merke schon: Mit „Entschuldigung“, „bitte“, „leider“ und dem Konjunktiv kommt man in Deutschland sehr weit.
I can already tell: with "excuse me", "please", "unfortunately" and the subjunctive you get very far in Germany.

Jana: Ganz genau. Und für B2 noch ein schöner Ausdruck: „Würde es Ihnen etwas ausmachen, das Fenster zu schließen?“
Exactly right. And for B2 one more nice expression: "Would you mind closing the window?"

Tobi: Das ist ja sehr höflich! Fast schon zu höflich für ein Fischbrötchen an den Landungsbrücken.
That's very polite! Almost too polite for a fish roll at the Landungsbrücken.

Jana: Stimmt! Am Imbiss sagt man einfach: „Ein Fischbrötchen mit Matjes, bitte.“ Man muss immer schauen, wo man ist.
True! At a snack stand you just say: "A fish roll with pickled herring, please." You always have to look at where you are.

Tobi: Das ist ein guter Tipp. Im schicken Restaurant höflich und elegant, am Imbiss kurz und locker.
That's a good tip. In a fancy restaurant polite and elegant, at the snack stand short and casual.

Jana: Und noch eine kleine Sache: Im Restaurant duzt man die Kellner normalerweise nicht. Man sagt „Sie“. Im hippen Café in Ottensen ist „du“ aber oft okay.
And one more little thing: in a restaurant you normally don't use "du" with the waiters. You say "Sie". But in a hip café in Ottensen, "du" is often okay.

Tobi: Und wenn ich unsicher bin?
And if I'm not sure?

Jana: Dann nimmst du einfach „Sie“. Damit machst du nie etwas falsch.
Then you just use "Sie". You can never go wrong with that.

Teil 4: Nützliche Ausdrücke

Tobi: So, Jana, jetzt sammeln wir die wichtigsten Ausdrücke von heute. Zuerst die Frage vom Kellner: „Was darf es sein?“ oder „Was möchten Sie trinken?“
So, Jana, now let's collect today's most important expressions. First the waiter's question: "What can I get you?" or "What would you like to drink?"

Jana: Zum Bestellen für Anfänger: „Einen Kaffee, bitte.“ Etwas höflicher: „Ich möchte …“ oder „Ich hätte gern …“.
For ordering as a beginner: "A coffee, please." A bit more polite: "I would like …" or "I'd like to have …".

Tobi: Für die Entscheidung: „Ich nehme …“ und „Was können Sie empfehlen?“
For deciding: "I'll have …" and "What can you recommend?"

Jana: Für Bitten: „Könnte ich … bekommen?“, „Könnten Sie mir bitte …?“ und „Würden Sie bitte …?“
For requests: "Could I get …?", "Could you please … for me?" and "Would you please …?"

Tobi: Für Probleme: „Entschuldigung, ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor“ und „Mein Essen ist leider kalt“.
For problems: "Excuse me, I think there's been a misunderstanding here" and "My food is unfortunately cold".

Jana: Und zum Bezahlen: „Die Rechnung, bitte“, „Zusammen oder getrennt?“, „Machen Sie zwanzig“ und „Stimmt so“.
And for paying: "The bill, please", "Together or separately?", "Make it twenty" and "Keep the change".

Tobi: Plus die Hamburger Klassiker: Franzbrötchen, Fischbrötchen, Labskaus und Rote Grütze.
Plus the Hamburg classics: Franzbrötchen, fish roll, Labskaus and Rote Grütze.

Jana: Und für B2: „Würde es Ihnen etwas ausmachen, …?“ Damit klingst du richtig elegant.
And for B2: "Would you mind …?" That makes you sound really elegant.

Teil 5: Ein bisschen Grammatik

Jana: Jetzt noch ein kurzer Blick auf die Grammatik. Keine Angst, es geht ganz schnell.
Now a quick look at the grammar. Don't worry, it'll be very quick.

Tobi: Punkt eins: der Akkusativ. Beim Bestellen ist das, was du möchtest, im Akkusativ. Also „einen Kaffee“, „eine Suppe“, „ein Wasser“.
Point one: the accusative. When ordering, what you want is in the accusative. So "einen Kaffee", "eine Suppe", "ein Wasser".

Jana: Punkt zwei: „möchten“. Das ist die einfachste höfliche Form. „Ich möchte einen Tee.“ „Möchten Sie noch etwas?“
Point two: "möchten". That's the simplest polite form. "I'd like a tea." "Would you like anything else?"

Tobi: Punkt drei: der Konjunktiv II für Höflichkeit. „Ich hätte gern“, „Könnten Sie“, „Würden Sie“. Das Verb steht bei einer Frage ganz vorne.
Point three: the Konjunktiv II for politeness. "I'd like", "Could you", "Would you". In a question the verb comes right at the front.

Jana: Punkt vier: „würde gern“ plus Infinitiv am Ende. „Ich würde gern einen Tisch reservieren.“ „Wir würden gern bezahlen.“
Point four: "würde gern" plus the infinitive at the end. "I'd like to reserve a table." "We'd like to pay."

Tobi: Und Punkt fünf: der Dativ bei „mir“ und „uns“. „Könnten Sie mir die Karte bringen?“ „Was können Sie uns empfehlen?“
And point five: the dative with "mir" and "uns". "Could you bring me the menu?" "What can you recommend to us?"

Jana: Super zusammengefasst. Mit diesen fünf Punkten bestellst du in jedem Café und Restaurant wie ein Profi.
Great summary. With these five points you'll order like a pro in any café and restaurant.

Teil 6: Nachsprechen und üben

Tobi: Und jetzt bist du dran! Wir sagen einen Satz, und du sprichst ihn laut nach. Bereit?
And now it's your turn! We say a sentence and you repeat it out loud. Ready?

Jana: Satz eins: Ich hätte gern einen Cappuccino, bitte.
Sentence one: I'd like a cappuccino, please.

Pause 5 s

Tobi: Satz zwei: Was können Sie uns empfehlen?
Sentence two: What can you recommend to us?

Pause 5 s

Jana: Satz drei: Ich würde gern einen Tisch für zwei Personen reservieren.
Sentence three: I'd like to reserve a table for two people.

Pause 6 s

Tobi: Satz vier: Könnten Sie mir bitte noch ein Wasser bringen?
Sentence four: Could you bring me another water, please?

Pause 6 s

Jana: Satz fünf: Die Rechnung, bitte. Zusammen, und machen Sie zwanzig.
Sentence five: The bill, please. Together, and make it twenty.

Pause 6 s

Tobi: Sehr gut! Jetzt stellen wir dir Fragen. Stell dir vor, du bist im Restaurant. Antworte laut, in ganzen Sätzen.
Very good! Now we'll ask you questions. Imagine you're in a restaurant. Answer out loud, in full sentences.

Jana: Frage eins: Guten Abend! Was möchten Sie trinken?
Question one: Good evening! What would you like to drink?

Pause 8 s

Tobi: Frage zwei: Haben Sie schon gewählt? Was nehmen Sie?
Question two: Have you chosen yet? What will you have?

Pause 8 s

Jana: Frage drei: Schmeckt es Ihnen?
Question three: Are you enjoying it?

Pause 8 s

Tobi: Frage vier: Möchten Sie noch einen Nachtisch oder einen Kaffee?
Question four: Would you like a dessert or a coffee?

Pause 8 s

Jana: Und Frage fünf: Zusammen oder getrennt?
And question five: Together or separately?

Pause 8 s

Tobi: Wenn du noch Anfänger bist, helfen dir diese Satzanfänge: „Ich hätte gern …“, „Ich nehme …“ und „… , bitte.“
If you're still a beginner, these sentence starters will help you: "I'd like …", "I'll have …" and "…, please."

Jana: Ein kleines Rollenspiel für ein Café in Ottensen findest du in der Beschreibung. Probier es mit einem Freund oder einer Freundin aus!
You'll find a little role-play for a café in Ottensen in the description. Try it with a friend!

Teil 7: Zum Schluss

Tobi: So, Jana, das war es schon wieder. Was nehmen wir heute mit?
So, Jana, that's it again. What are we taking away today?

Jana: Bestellen ist einfacher, als man denkt. Für Anfänger reicht „Einen Kaffee, bitte“. Und mit „Ich hätte gern“, „Könnten Sie“ und „Würden Sie“ klingst du sofort höflich.
Ordering is easier than you think. For beginners "A coffee, please" is enough. And with "I'd like", "Could you" and "Would you" you immediately sound polite.

Tobi: Und wenn etwas schiefgeht: freundlich bleiben, „Entschuldigung“ und „leider“ sagen. Dann bekommt man vielleicht sogar einen Nachtisch aufs Haus.
And if something goes wrong: stay friendly, say "excuse me" and "unfortunately". Then you might even get a dessert on the house.

Jana: Deine Hausaufgabe: Bestell beim nächsten Mal im Café auf Deutsch. Auch wenn es nur ein Satz ist!
Your homework: next time you're in a café, order in German. Even if it's only one sentence!

Tobi: Und schreib uns in die Kommentare: Was bestellst du am liebsten im Café? Zum Beispiel: „Ich hätte gern …“ oder „Ich nehme …“. Wir lesen alles!
And write to us in the comments: What do you like to order most in a café? For example: "I'd like …" or "I'll have …". We read everything!

Jana: Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Hamburg Deutsch Podcast. Dann verpasst du keine neue Folge.
If you enjoyed the episode, subscribe to the Hamburg Deutsch Podcast. Then you won't miss a new episode.

Tobi: Und ich gehe jetzt endlich frühstücken. Ein Franzbrötchen wartet auf mich.
And now I'm finally going to have breakfast. A Franzbrötchen is waiting for me.

Jana: Guten Appetit! Tschüss und bis zum nächsten Mal!
Enjoy your meal! Bye and see you next time!

Tobi: Tschüss! Und lass es dir schmecken!
Bye! And enjoy your food!

Wortschatz

Ausdruck Erklärung Beispiel Englisch
Was darf es sein? Frage der Bedienung nach deiner Bestellung. Moin! Was darf es sein? What can I get you?
Ich hätte gern … höfliche Art zu bestellen Ich hätte gern einen Cappuccino, bitte. I'd like a cappuccino, please.
Ich nehme … du hast dich entschieden Ich nehme die Lasagne. I'll have the lasagne.
Was können Sie empfehlen? Frage nach einem guten Gericht Die Karte ist riesig. Was können Sie empfehlen? The menu is huge. What can you recommend?
zum Hier-Essen / zum Mitnehmen im Café essen / das Essen mitnehmen Zum Mitnehmen, bitte. To take away, please.
mit / ohne … etwas dabei haben / nicht dabei haben Ein Fischbrötchen ohne Zwiebeln, bitte. A fish roll without onions, please.
Sonst noch etwas? Frage, ob du noch etwas möchtest „Sonst noch etwas?“ – „Nein, danke, das war es.“ "Anything else?" – "No, thanks, that's all."
einen Tisch reservieren einen Platz im Restaurant im Voraus buchen Ich würde gern einen Tisch für drei Personen reservieren. I'd like to reserve a table for three people.
Auf welchen Namen? Frage bei einer Reservierung „Auf welchen Namen?“ – „Auf den Namen Becker.“ "Under which name?" – "Under the name Becker."
die Speisekarte / die Karte Liste mit Essen und Getränken Könnten wir bitte die Karte haben? Could we have the menu, please?
Ich vertrage kein/keine … Etwas macht dich krank oder passt nicht zu dir. Ich vertrage keine Nüsse. I can't tolerate nuts.
Schmeckt es Ihnen? Frage, ob das Essen gut ist Schmeckt es Ihnen? – Ja, sehr lecker, danke! Are you enjoying it? – Yes, very tasty, thanks!
Entschuldigung, hier liegt ein Missverständnis vor. höfliche Art zu sagen, dass etwas nicht stimmt (formell) Hier liegt ein Missverständnis vor. Ich habe die vegetarische Lasagne bestellt. There's been a misunderstanding here. I ordered the vegetarian lasagne.
leider Das Wort macht eine Beschwerde freundlicher. Mein Essen ist leider ein bisschen kalt. Unfortunately, my food is a bit cold.
Das tut mir leid. Man entschuldigt sich und zeigt Mitgefühl. Oh, das tut mir furchtbar leid! Oh, I'm terribly sorry!
aufs Haus Das Restaurant bezahlt, du nicht. Der Nachtisch geht aufs Haus. The dessert is on the house.
Die Rechnung, bitte. / Zahlen, bitte! So bittest du um die Rechnung (zweite Form: typisch Hamburg). Entschuldigung, die Rechnung, bitte. Excuse me, the bill, please.
Zusammen oder getrennt? Frage: eine Rechnung oder getrennte Rechnungen? „Zusammen oder getrennt?“ – „Zusammen, bitte.“ "Together or separately?" – "Together, please."
das Trinkgeld / Stimmt so. extra Geld für die Bedienung / Der Rest ist für Sie. Hier sind zwanzig Euro. Stimmt so! Here's twenty euros. Keep the change!
Machen Sie … Du nennst den Betrag inklusive Trinkgeld. Die Rechnung war 126 Euro. Machen Sie 140. The bill was 126 euros. Make it 140.
Würde es Ihnen etwas ausmachen, …? sehr höfliche Bitte (B2) Würde es Ihnen etwas ausmachen, das Fenster zu schließen? Would you mind closing the window?
Guten Appetit! / Lass es dir schmecken! Wunsch vor dem Essen (zweite Form: informell) Guten Appetit! – Danke, gleichfalls! Enjoy your meal! – Thanks, you too!

Grammatik

Struktur 1: Bestellen mit Akkusativ: „Ich möchte / Ich hätte gern / Ich nehme …“ (A1–A2)

Regel: Was du bestellst, steht im Akkusativ. Nur beim maskulinen Artikel ändert sich etwas: der → einen (der Kaffee → einen Kaffee). Feminin und Neutrum bleiben gleich: eine Suppe, ein Wasser. Mit mit und ohne nennst du, was dabei sein soll oder nicht (auch Akkusativ). Für die Bestellung sind ich möchte, ich hätte gern und ich nehme nützlich. „Ich will“ ist grammatisch richtig, klingt aber sehr direkt.

Beispiele:

  • Ich möchte einen Tee.
  • Ich hätte gern einen Cappuccino und ein Croissant.
  • Ich nehme die Lasagne.
  • Ein Fischbrötchen mit Zwiebeln, bitte. / Das Krabbenbrötchen ohne Zwiebeln.

Typischer Fehler: Beim maskulinen Nomen bleibt der Nominativ stehen.

  • ❌ Ich möchte ein Kaffee. / ❌ Ich will einen Kaffee! (zu direkt)
  • ✅ Ich möchte einen Kaffee. / ✅ Ich hätte gern einen Kaffee.

Struktur 2: Höfliche Bitten mit Konjunktiv II: „Könnte ich …?“, „Könnten Sie …?“, „Würden Sie …?“ (A2–B1)

Regel: Mit dem Konjunktiv II (hätte, könnte, würde) klingen Bitten weicher und höflicher. Im Restaurant brauchst du nur wenige feste Formen. In der Frage steht das Modalverb auf Position 1, das zweite Verb steht im Infinitiv am Satzende. Personen stehen im Dativ: mir, uns. Das Wort bitte und leider machen den Satz noch freundlicher.

Beispiele:

  • Könnte ich ein Glas Wasser bekommen?
  • Könnten Sie mir bitte einen Tee bringen?
  • Würden Sie das bitte umtauschen?
  • Was können Sie uns empfehlen?

Typischer Fehler: Befehlsform statt höflicher Frage, oder das zweite Verb steht nicht am Ende.

  • ❌ Bringen Sie mir einen Tee! / ❌ Könnten Sie bringen mir bitte einen Tee?
  • ✅ Könnten Sie mir bitte einen Tee bringen?

Struktur 3: Wünsche mit „würde gern“ + Infinitiv am Ende (B1–B2)

Regel: „Ich würde gern …“ ist eine höfliche Form für Wünsche und Handlungen (z. B. reservieren, bezahlen). würde steht auf Position 2 (oder in der Frage auf Position 1), gern folgt direkt danach, und das zweite Verb steht im Infinitiv am Ende. Trennbare Verben bleiben im Infinitiv zusammen. Sehr formell ist außerdem: Würde es Ihnen etwas ausmachen, … zu + Infinitiv?

Beispiele:

  • Ich würde gern einen Tisch für zwei Personen reservieren.
  • Wir würden gern bezahlen.
  • Würde es Ihnen etwas ausmachen, das Fenster zu schließen?

Typischer Fehler: Der Infinitiv steht direkt nach „gern“ und nicht am Ende.

  • ❌ Ich würde gern reservieren einen Tisch. / ❌ Wir würden bezahlen gern.
  • ✅ Ich würde gern einen Tisch reservieren. / ✅ Wir würden gern bezahlen.

Sprechen üben

Fünf Sätze zum Nachsprechen

(Nach jedem Satz kurz pausieren und laut wiederholen.)

  1. Ich hätte gern einen Cappuccino, bitte.
  2. Was können Sie uns empfehlen?
  3. Ich würde gern einen Tisch für zwei Personen reservieren.
  4. Könnten Sie mir bitte noch ein Wasser bringen?
  5. Die Rechnung, bitte. Zusammen, und machen Sie zwanzig.

Fünf Fragen über dein Leben

  1. Guten Abend! Was möchten Sie trinken?
  2. Haben Sie schon gewählt? Was nehmen Sie?
  3. Schmeckt es Ihnen?
  4. Möchten Sie noch einen Nachtisch oder einen Kaffee?
  5. Zusammen oder getrennt?

Drei Satzanfänge für Anfänger

  1. Ich hätte gern … (z. B. Ich hätte gern einen Tee.)
  2. Ich nehme … (z. B. Ich nehme die Suppe.)
  3. … , bitte. (z. B. Einen Kaffee, bitte.)

Rollenspiel: Samstagmorgen in einem Café in Ottensen

Situation: Es ist Samstag, 10 Uhr, in einem Café in Hamburg-Ottensen. Person A ist die Kellnerin oder der Kellner, Person B ist ein Gast.

A: Moin! Was darf es sein? B: Moin! Ich hätte gern einen Cappuccino und ein Franzbrötchen, bitte. A: Gerne. Möchten Sie Kuhmilch oder Hafermilch? B: Hafermilch, bitte. Und könnte ich auch ein Glas Wasser bekommen? A: Natürlich, das Wasser ist kostenlos. Zum Hier-Essen oder zum Mitnehmen? B: Zum Hier-Essen, bitte. A: Sehr gut. Sonst noch etwas? B: Nein, danke, das war es. Ich würde gern bezahlen. A: Das macht vier Euro achtzig. B: Machen Sie fünf. Stimmt so! A: Danke schön! Einen schönen Tag noch!

Aufgabe: Spielt den Dialog zu zweit. Danach tauscht die Rollen und ändert die Bestellung: Bestellt etwas anderes (z. B. einen Tee, ein Stück Kuchen, ein Brötchen ohne Käse) und fragt höflich nach etwas, das noch fehlt.

Quiz

  1. Was ist im Restaurant mit Tobis Mutter passiert?

    • A) Sie hat ein Bier statt einer Apfelschorle bekommen.
    • B) Sie musste eine Stunde auf das Essen warten.
    • C) Sie hat Fisch statt der vegetarischen Lasagne bekommen.
  2. Was bekommt Tobis Mutter am Ende aufs Haus?

    • A) Rote Grütze mit Vanillesoße
    • B) ein Franzbrötchen
    • C) ein Glas Weißwein
  3. Welcher Satz ist am höflichsten?

    • A) Ich will die Rechnung.
    • B) Wir würden gern bezahlen.
    • C) Bringen Sie die Rechnung!
  4. Welcher Satz ist grammatisch richtig?

    • A) Ich würde gern reservieren einen Tisch.
    • B) Ich gern würde einen Tisch reservieren.
    • C) Ich würde gern einen Tisch reservieren.
  5. Was ist richtig? „Ich hätte gern ___ Kaffee.“

    • A) einen
    • B) ein
    • C) einer
Lösungen anzeigen

1 – C · 2 – A · 3 – B · 4 – C · 5 – A